02.09.2026

Neues KI-Rechenzentrum am KIT

Am KIT entsteht ein neues Rechenzentrum für KI und wissenschaftliches Rechnen. Die Anlage soll zusätzliche Rechenkapazitäten für datenintensive Anwendungen, KI-Workloads und wissenschaftliche Simulationen bereitstellen.

Digital nachgezeichnetes Rechenzentrum mit zahlreichen Raum- und Rechnermodulen (Symbolbild, AdobeStock #875043662)

Das KIT baut ein neues Rechenzentrum für KI und wissenschaftliches Rechnen. Die Anlage soll Forschenden, Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen in Baden-Württemberg zusätzliche Rechenkapazitäten für datenintensive Anwendungen, KI-Workloads und wissenschaftliche Simulationen bereitstellen. Bund und Land fördern den Bau mit insgesamt 24 Mio. Euro.

Zunächst wird eine elektrische Leistung von rund zwei Megawatt zur Verfügung stehen, um mehrere große Simulations- und KI-Anwendungen parallel betreiben zu können. Durch eine modulare Bauweise und einen Stromanschluss von bis zu zehn Megawatt kann die Infrastruktur jedoch bei künftig steigendem Bedarf erweitert werden. Die ersten Rechnersysteme sollen 2030 in Betrieb gehen und bestehende Systeme des SCC am KIT ergänzen beziehungsweise ersetzen. 

Ein Schwerpunkt des Konzepts liegt auf der flexiblen Nutzung der Rechenressourcen. Geplant ist, Kapazitäten abhängig von der Nachfrage zwischen KI-Anwendungen und klassischen HPC-Simulationen zu verschieben, um die Rechnerauslastung zu erhöhen. Das Rechenzentrum entsteht auf dem Campus Nord des KIT in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Blockheizkraftwerk. Die anfallende Abwärme soll über Wärmepumpen in das lokale Wärmenetz eingespeist werden und so zur Versorgung der Gebäude beitragen. 

Die Bauarbeiten sollen zeitnah beginnen und bis Ende 2029 abgeschlossen werden. Das Projekt ist Teil der Schnellbauinitiative des Bundes für wissenschaftliche und digitale Infrastruktur.

 

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