14.10.2026

Forma Metis startet als Helmholtz-Enterprise-Projekt am SCC

Ausgründungsprojekt am SCC gestartet: Forma Metis entwickelt Software für maschinelles Lernen, deren Modelle kompakte Formeln sind, die Fachleute lesen und prüfen können.

Die Forma Metis Gruppe auf dem Helmholtz Enterprise kick-off Event in Berlin

Zum 1. Oktober 2026 ist am Scientific Computing Center (SCC) das Ausgründungsprojekt Forma Metis gestartet. Gefördert wird es von der Helmholtz-Gemeinschaft über Helmholtz Enterprise, das Ausgründungsprogramm ihres Impuls- und Vernetzungsfonds. Das Programm unterstützt Forschende an Helmholtz-Zentren dabei, Forschungsergebnisse in Unternehmen zu überführen.

Forma Metis entwickelt Software für interpretierbares maschinelles Lernen. Viele KI-Modelle sind Black Boxes: Sie sagen gut voraus, aber niemand kann sagen, wie. Die Software von Forma Metis erzeugt stattdessen Modelle in Form kompakter mathematischer Formeln. Fachleute können sie lesen, prüfen und mit ihrem eigenen Wissen abgleichen. Die Modelle sind von vornherein transparent und müssen nicht im Nachhinein erklärt werden.

Lesbare Modelle sind überall dort nützlich, wo Vorhersagen verstanden und begründet werden müssen. In Forschung und Entwicklung, etwa in der Materialwissenschaft und der Pharmaforschung, zeigt die Formel selbst das Muster hinter den Daten. Bei regulierten Entscheidungen, etwa im Finanz- und Gesundheitsbereich, lassen sich die Modelle prüfen und auditieren.

Die Gründer, Dr. Luigi Sbailò und Dr. Lucas Foppa, arbeiten am SCC an dem Projekt. Prof. Luca Ghiringhelli, Leiter der Forschungsgruppe Computational and Data Science in Materials Research (CDSMR), ist wissenschaftlicher Berater des Projekts.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite.

Kontakt am SCC: Dr. Luigi Sbailò


Achim Grindler